Zweite Mannschaft

Headcoach der Reserve und Co der Ersten

Ruscher in doppelter Mission beim BSC Saas BT
von Sebastian Landshammer
Als sehr wahrscheinlich äußerst probat, aber auch als durchaus ungewöhnlich kann man die Trainingsgestaltung des BSC Saas wohl am Idealsten beschreiben. Stefan Ruscher und sein „Chef“ Armin Eck arbeiten wahrscheinlich so eng zusammen, wie sonst kaum ein Trainer-Duo. Wie sich die sehr gute Kooperation zwischen den beiden auf und neben dem Platz darstellt, gab Stefan Ruscher bei anpfiff zum Besten.
Zur neuen Saison schlossen sich sage und schreibe 17 neue Spieler, teils Rückkehrer, teils neue Gesichter den Lerchenbühlern an. Hauptverantwortlich dafür ist nach Aussage von Stefan Ruscher ganz klar der Ex-Profi und A-Lizenz-Inhaber Armin Eck, dessen Name einfach eine wahnsinnig positive Wirkung auf Fußballer vor allem im Raum Oberfranken hat.

Stefan Ruscher, der in dieser Saison definitiv nicht mehr als Aktiver auf dem Platz stehen wird, da er altersmäßig gar nicht mehr in das Kaderkonstrukt passen würde, ist froh darüber, als hauptamtlicher Trainer nun vom Erfahrungsschatz eines Armin Eck lernen zu können und begrüßt die Maßnahme, dass man die Trainingseinheiten der beiden Teams nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich zusammengelegt hat. Dreimal die Woche bitten die Übungsleiter nun zur Wettkampfvorbereitung, was auch von allen sehr gut angenommen wird. Durch das Zusammenlegen hat man auch zu jeder Einheit einen mehr als ausreichend großen Spielerpool, der eine attraktive Gestaltung möglich macht, auch wenn das der ein oder andere Spieler in der heißgeliebten Sommervorbereitung anders sieht...

Für die Reserve hat Ruscher einen festen Spielerkreis von acht bis
zehn Spielern, die dann jeweils nach Absprache um Spieler, die im erweiterten Kader der Ersten stehen erweitert wird. Eine fixe Trennung zwischen diesen beiden Kadern erfolgt hier nicht mehr. Dies begründet Ruscher vor allem dadurch, dass man extrem viele junge, ehrgeizige Spieler mit hohem Potential in seinen Reihen hat, die natürlich auch am Liebsten in der Bezirksoberliga spielen möchten, jedoch sicherlich ihre sportliche Entwicklung durch Einsatzzeiten in der sehr guten Kreisliga in dieser Serie vorantreiben wollen und werden. Außerdem entsteht durch den großen Kader, die sich alle untereinander in einer Trainingseinheit messen können, ein positiver Leistungsdruck und auch für die Trainer ist es so durchaus am Einfachsten eine valide Auswahl treffen zu können, wer in welcher Mannschaft aufläuft.

Ein weiterer positiver Aspekt der hohen Mannschaftsstärke ist die Kompensation von Urlaubern und Verletzungen bzw. anderweitigen
Verhinderungen, die sich auch beim BSC einstellen. So beklagt man jetzt schon wieder mit Lang, Pütterich und Rosenzweig die ersten Verletzten. Außerdem weilen Benni Schmidt und Dominik Heinl im Urlaub. Ferner ist Engelhardt für zwei Monate im Praktikum.

Überheblichkeit darf sich nicht breit machen

Mit der Vorbereitung ist Ruscher eigentlich soweit ganz
zufrieden, jedoch stößt ihm durchaus sauer auf, dass man mit einer ganz stark besetzten Truppe im Finale der Sportwoche gegen den ASV Oberpreuschwitz als Verlierer vom Platz ging. Hier stellte sich genau dieses Phänomen ein, was er unbedingt verhindern möchte und auch wird, nämlich, dass der Eindruck bei einer mit namentlichen Bezirksoberliga-Spielern verstärkten Mannschaft in der Kreisliga das Gefühl entstehe, dass man dann Gegner mit nur 70% besiegen könne. Da wird man dieses Jahr in der gut besetzten höchsten Spielklasse im Kreis ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt werden.

Allerdings wird in diesem Fall die Zusammenarbeit mit Armin
Eck, die Ruscher in höchsten Tönen lobt und er sich selbst in der idealen
Position sieht, von einer guten Trainingsmethodik und einem einwandfreien
Spielerumgang lernen zu können, sicherlich so gut optimiert, dass diese Risiken frühzeitig erkannt werden und bereits im Keim erstickt.

Saisonziel: Unter die ersten Sechs...oder doch mehr?

Klar ist auch dem Saaser Übungsleiter die Favoritenrolle,
die man von vielen auferlegt bekommt, nicht verborgen geblieben. Damit kann man aber ganz gut leben und nimmt diese auch an. Es wäre auch grotesk bei solch gutem Spielerpotential andere Marschrouten auszugeben, als sowohl in der Bezirksoberliga als auch in der Kreisliga vorne mitmischen zu wollen. Dafür hat man einfach zu viele talentierte sowie gestandene Spieler im Sommer verpflichten können.

Wo die Reise vor allem der Reserve in der kommenden Saison hingeht wird man sicher bald sehen und anpfiff wird Sie darüber weiter informieren. Eine gute Saison und Dank an Stefan Ruscher für das Intervew.